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Bericht und Stellungnahme zur Planung einer industriellen Hühnermastanlage
in Welver - Vellinghausen

Hühnermastanlage Vellinghausen

Stellungnahme von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN OV-Welver zum Bau einer industriellen Intensivtierhaltungsanlage in Welver- Vellinghausen

Am 14.9. 2019 berichtete der Soester Anzeigers über ein Bauvorhaben zur „Errichtung einer Hähnchenmastanlage im Ortsteil Vellinghausen“ für rund „29 000 Tiere“.

Die Welveraner Grünen widersprechen dem verwaltungsseitigen Beschlussvorschlag, der die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens vorsieht, und rufen die Ratsmitglieder der Gemeinde Welver dazu auf, dem Bauantrag nicht stattzugeben.

Wir fordern die Gemeinde Welver auf, dem Bau des Hühnermaststalles zur Intensivtierhaltung nicht zu befürworten, da dieser keine wesensgerechte Tierhaltung und strenge Beachtung des Tierschutzgesetzes vorsieht. Weiterhin sollen keine weitere Agrarfabrik in der Gemeinde angesiedelnt werden. Bereits jetzt besteht eine Bedarfsüberproduktion an Fleisch. Jede weitere Agrarfabrik produziert für den Export und trägt u. a. zur Verarmung der afrikanischen Landbevölkerung bei. Welver soll sich stattdessen für eine naturnahe bäuerliche Landwirtschaft einsetzen und die Produktion von gesunden, regionalen Lebensmitteln befürworten und unterstützen.
Genauso sollen die Klimafolgen dieses Bauvorhabens und aller anderen Bauvorhaben ermittelt, bewerten und abgewägt werden. Jegliche weitere Versiegelung von landwirtschaftlich genutzten Flächen ist nach Möglichkeit zu unterbinden wer. Infolge ist auch die Reduzierung weiterer umweltschädlicher Maßnahmen anzustreben,

Wir Grüne erwarten von der Landesregierung NW, dass in Zukunft Anlagen für industrielle Intensivtierhaltung nur noch dann genehmigt werden, wenn besondere Gründe für eine Überversorgung (mehr als 100%) vorliegen. Des Weiteren sollen für alle Anträge zur Errichtung solcher Anlagen Umweltverträglichkeitsuntersuchungen vorgelegt werden müssen. Das Genehmigungssrecht für derartige Mastanlagen sollte vorrangig bei den Gemeinden liegen.

Auf „ethischen“ und „moralischen“ Belangen fußst unser Grundgesetzt. Das wird im Zeitungsartikel verworfen. Es müsste aber alle unseren Entscheidungen mittragen, nicht ausschließlich vorgeschobene Beschlüsse nach „Sachlage“. Dass „klimatische Belange“ bei der Entscheidungsfindung zur Genehmigung einer Mastanlage nach Herrn Westphal nicht entscheidungsrelevant sind, kann von uns derzeit nur als schlechter Witz empfunden werden.

Sich für den Umwelt- und Klimaschutz auszusprechen, ist die Aufgabe aller Bürgerinnen und Bürger, aber hier ist die verantwortliche Entscheidung der Politik gefragt.

Cornelia Plaßmann, Fraktionsvorsitzende

Politik machtlos?

Und dann?

Der HFA stimme am 18.09.2019 mit Mehrheit für den Antrag der Welveraner Grünen.

Presse_Abstimmungsergebnis

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