carekauf
Ein sozialer Supermarkt auch in Welver?


Nachdem die Grünen im März 2011 durch eine Befragung und Flatterbandaktion den Unsinn und die Monumentalität des geplanten Einkaufszentrums den Welveraner Bürgen deutlich gemacht hatten, schlugen sie dem Rat und der Verwaltung das Projekt carekauf vor. Dieses wurde mit großem Interesse aufgenommen und mehrfach nach dem Fortschritt in Planung und Umsetzung gefragt.
carekauf ist als kooperatives Einkaufszentrum zuerst von der Caritas Gelsenkirchen (ca-) und REWE (-re) gegründet worden. Es bietet als Angebot sowohl die Waren von REWE und als auch die örtlicher Anbieter wie z. B. von Biolandwirten.
Gemeinsam betreiben Behinderte und Nichtbehinderte den Markt mit freien Trägern der Wohlfahrt . Mittlerweile habe sich schon einige dieser Kaufhäuser gegründet und viele von ihnen arbeiten äußerst erfolgreich wie auch das der INI in Lippstadt.
Den carekauf in Lippstadt haben Mitglieder des Ortsvereines und der Fraktion der Grünen am 12.02.2012 besucht, um sich über die Realisation und die Herangehensweise an das Projekt im Augenschein zu informieren.
Kurz gesagt: Der Supermarkt ist beeindruckend in seinem Angebot und der Darbietung. Der Laden ist behinderten- und altengerecht eingerichtet. Vielfältige Hilfsmitte für Rollstuhlfahrer, Seh- und Hörbehinderte sind vorhanden, die behinderten 7 Mitarbeiter und die nicht behinderten zwei Mitarbeiter sind sehr freundlich und haben aufgrund der eigenen Einschränkungen einen "Blick" für notwendige Hilfen. Es gibt Einkaufswagen für Rollstuhl oder Rollatorfahrer, Lupen für Sehbehinderte an den Einkaufswagen und Hörhilfen an der Kasse.
Die Gänge sind extra breit gehalten. Es herrscht eine Wohlfühlatmosphäre beim Einkaufen. Es gibt alles, was das Herz eines Supermarktkäufers begehrt, zu moderaten Preisen.
In offener und freundlicher Atmosphäre fand dann das Gespräch mit den Gründern (INI Lippstadt) des Kaufhauses, der INI Lippstadt statt: Andreas Knapp, Vorsitzender der INI, Reiner Venjakob, Geschäftsführer INI, Eva Kemper, Marktleiterin carekauf. Hierbei wurden vielfältige Hinweise, Erfahrungen und Tipps zu Vorgehensweisen bei Planung und Einrichtung eines solchen Supermarktes gegeben.
Alle Parteien und deren Fraktionen im Welveraner Rat sind von den Mitarbeitern der INI herzlich eingeladen, sich vom carekauf-Supermarkt in Lippstadt selbst ein Bild zu machen und im Gespräch ihre Fragen beantwortet zu finden.
Bei der Idee, auch in Welver einen carekauf einzurichten, nahmen die Grünen den seit Jahren leerstehenden Sparmarkt (ca. 700 m³) in Augenschein. Die vorhandene Infrastruktur des Gebäudes ist nahezu ideal, um das carekauf-Konzept zu verwirklichen. Insbesondere der Standort Ortsmitte und die behindertengerechte Erreichbarkeit sowie die Aufwertung der Ortsmitte und damit die Verbesserung der Lebensqualität in Welver sprechen für die Einleitung eines solchen Vorhabens.
So wurden der Bürgermeister und damit die Verwaltung über die carekauf-Idee unterrichtet und mit umfangreichen Informationsmaterialien versehen, nachdem schon Kontakte geknüpft und Möglichkeiten der Kooperationen erkundet waren.
Die INI aus Lippstadt hat sehr deutliches Interesse an dem Projekt bekundet und wartet auf die Kontaktaufnahme durch die Verwaltung.
Leider ist bis heute mit wenig Engagement und Informationstransparenz so gut wie nichts seitens des Bürgermeisters und der Verwaltung geschehen. Eine unnötige und abschlägig beschiedene Anfrage bei der Caritas Soest war einziges Tun. Das Ergebnis war den Grünen schon längst nach eigenem Fragen bekannt und dem Bürgermeister übermittelt worden.
Damit die Welveraner Ortsmitte belebt und tatsächliche wieder eine solche wird, bringen die Grünen im BPU (Bau, Planung, Umwelt) einen Antrag ein, der die Verwaltung beauftragt, die Schritte zur Erkundung und Einrichtung eines carekauf-Supermarktes einzuleiten und den Rat über das Vorgehen und deren Fortschritte zu unterrichten, damit es heißt:
carekauf der soziale Supermarkt für Welver in Welver!

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